Gabor Maté –
Trauma und die Kraft der Beziehung
„Trauma entsteht in Beziehungen und heilt in Beziehungen.“
— Gabor Maté

Kinder werden nicht traumatisiert, weil sie verletzt werden,
sondern weil sie mit ihrem Schmerz alleine bleiben.
Trauma entsteht nicht durch das Ereignis selbst,
sondern durch das Fehlen von Verbindung,
durch das Alleinsein im Schmerz.
Um ein Trauma zu erleben, braucht es keine Katastrophe.
Es genügt, wenn Eltern – entfremdet von ihrem eigenen Bauchgefühl –
die Tränen ihres Kindes nicht halten können,
wenn sie schreien lassen, statt zu trösten.
Das Kind verzweifelt – nicht am Schmerz,
sondern an der fehlenden Beziehung.
Nach Gabor Maté haben Kinder zwei Grundbedürfnisse:
Bindung und Authentizität.
Doch wenn ihre Echtheit die Bindung zu bedrohen scheint,
muss das Kind wählen – und entscheidet sich fast immer für die Bindung.
Es unterdrückt Wut, Angst, Trauer,
um die Liebe und Zugehörigkeit zu sichern.
So lernen viele von uns, sich anzupassen,
statt sich selbst treu zu bleiben.
Wir überleben – aber wir verlieren ein Stück Lebendigkeit.
